Der Kornspeicher Textauszüge




 

 

 

Zurück

 

 

Die beiden Deutschen lassen sich in ihre Pension fahren und trinken erst einmal eine Tasse Kaffee. Dann gehen sie zur Rezeption und verlangen die Rechnung und lassen ein Taxi rufen. Eine halbe Stunde später tragen sich die Deutschen mit falschem Namen in das Meldeformular eines anderen Hotels ein. Reinhards einziger Kommentar: „Grimmich zerreißt uns“. Und Grimmich ruft an. Als er sich den Bericht über die Durchsuchung des Kornspeichers angehört hat, kommt er zu dem Schluss, dass die Aktion zu Ende sei. Marie Beierl widerspricht und lässt nicht locker. Sie sagt ihn, dass er überzeugt ist, dass im Kornspeicher die entführte Frau ist. Und vielleicht die Atombombe. Grimmich ringt um sich. „Wenn das schief geht Beierl, stehen nicht nur sie beide, sondern auch ich ohne Job da.“ Grimmich ruft noch einmal seinen französischen Freund von der Polizei an. Erstaunlicherweise hat diese wohl aus Verzweiflung, weil man die Bombe nicht findet, nichts dagegen. Sie verlassen das Hotel nicht. Am nächsten Morgen gut ausgeruht, sitzen die zwei im Frühstückszimmer und lassen sich das reichhaltige Frühstück schmecken. Dann gehen sie zur Rezeption und bezahlen. Sie gehen zu Fuß zum Bahnhof, da dieser unweit des Hotels liegt. Sie legen Ihr Gepäck in eines der Schließfächer. Sie haben Zeit genug, deshalb laufen sie vom Bahnhof zum Münster. Einen Kaffee trinken in einem der Kaffeehäuser und einen Eiskaffee dazu. Dann und laufen zum Place Du Petit Brolie. Dort angekommen schlendern sie durch ein großes Kaufhaus am Platz. Im Restaurant des Kaufhauses ist, besprechen sie bei einem Glas Cola ihr Vorgehen. „So, jetzt werden wir klären, ob der untere zweite Keller noch zugänglich ist“, sagt Marie. Sie gehen in einem Abstand von fünf Metern aus dem Kaufhaus und über dem Platz. Im Kornspeicher stellt sich Roman hinter eine Schar von Besuchern an. Hinter ihm haben sich weitere Besucher, darunter Reinhard, angestellt. Er zahlt und bekommt eine Eintrittskarte.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die alte Tüte lässt er im Koffer liegen. Das zweite Paket im Koffer lässt er zurück. Er denkt sich, dass er sowieso untertaucht. Er wird nicht mehr zu finden sein. Dann stellt er den Koffer mit der Ware einfach unter einer Heiligen­figur. Während seines Aufenthaltes in der Basilika war er nicht untätig. Er hat einem Weg nach draußen ge­sucht und auch gefunden. In der Sakristei, versteckt hinter einem schweren Teppich, ist ein Ausstieg. Diese Tür führt nicht nach draußen, sondern durch einen Gang, der in Richtung Kremlmauer führt. Nur aus Vorsicht hat Fiedler diesen Weg nicht schon gleich genommen. Außerdem sind am späten Nachmittag mehr Leute auf der Straße, sodass eventuelle Verfolger es schwer haben, ihn zu finden. Er nimmt den Plastiksack, geht in die Sakristei und schiebt den Vorhang beiseite. Bevor er die Tür hinter sich zu macht und die Treppe hinuntergeht, ordnet er den Vorhang. Da es dunkel ist, tastet er sich die Wand entlang voran. Eine Tür aus Holz hindert ihn, weiterzugehen. Den Türgriff hat er gleich gefunden. Vorsichtig drückt er den Griff nach unten und will die Tür aufmachen. Sie ist verschlossen. Mit voller Kraft stemmt er sich den Griff nach unten haltend, gegen die Tür. Was nun? Da fällt ihm ein, dass er eine Schusswaffe dabeihat. Die Idee, die Tür mit der Pistole aufzu­schießen, wäre ein Ausweg. Bedenken, dass jemand die Schüsse hören könnte, wischt er beiseite. Er lotet die Zielrichtung aus und schießt zweimal. Die Tür springt nach innen auf. Fiedler wirft sich auf den Boden und horcht. Er kriecht nach vorne. Eine Gasse von fünf Metern trennt die Kremlmauer von einem Gebäude. Er steht auf. Lehnt die Türe an und geht auf ein in etwa zweihundert Meter entferntes Tor zu. Vorsichtig um sich schauend, geht er durch das Tor. Auf dem Platz vor dem Kreml ist ein reger Betrieb. Leute, die von der Arbeit heimgehen und solche in Festtagskleidung, die in die Erstvorstellungen der vielen Moskauer Theater und Kinos gehen wollen. Er verweilt ein wenig und will gerade den Kreml verlassen, als er etwa einhundertfünfzig Meter weiter schräg gegenüber einen schwarzen Lada entdeckt. Ist das die Organisation? Die Wahrscheinlichkeit, dass der entdeckt worden ist, ist gering. Zu viele Fußgänger sind unterwegs. Geduldig wartet er, bis eine größere Gruppe von Menschen, wahrscheinlich Touristen, am Tor vorbeigehen. Er schließt sich an und reiht sich in die Gruppe ein. Hundert Meter weiter nimmt die Reisegruppe einen anderen Weg als den, den er gehen muss, um in seine Pension zu gelangen. Er will gerade in eine Gasse einschwenken, als er hinter sich Motorengeräusch hört. Als er sich umsieht, erkennt den schwarzen Lada. Er rennt in eine der vielen Großbaustellen, die es in Moskau seit Abschaffung des Kommunismus gibt. Westliche Großbanken, Industriekonzerne und neue Verwaltungsgebäude entstehen. Vor einem halb fertigen Rohbau versteckt er sich hinter einem Baukran und wartet. Da kommen sie, zwei Mann. Fiedler holt die Pistole hervor. Er ist nicht bereit, davon zu laufen. Schießen kann er. Die beiden Verfolger nähern sich auf sichtfreiem Feld. Da die Baustelle hell beleuchtet ist, bietet sich eine gute Gelegenheit zum Schluss. Bis auf fünfzig Meter sind die beiden Männer nun herangekommen. Er hebt die Pistole, zielt und schießt. Einer der Verfolger fällt, der andere wirft sich auf den Boden. Warten. Da sein Standort nun bekannt ist, kriecht Fiedler zehn Meter weiter und nimmt hinter einer leeren Benzintonne Deckung. Zwei Schüsse. Der Einschlag dort, wo er gelegen war. Jetzt sieht er die Person, die ihn sucht. Er schießt wiederum. Ein Schrei. Vorsichtig schleicht er die Plastiktüte lässt er liegen, auf den Baukran zu. Nichts rührt sich. Er wartet eine Viertelstunde. Geschafft denkt er. Die Pistole vorsichtig haltend erhebt er sich. Da eine Bewegung vor ihm. Er schießt und wirft sich zur Seite. Ruhe. Er stellt fest, dass die beiden Männer tot sind. Die Pistole wirft er in eine Betonmischmaschine, die in der Nähe steht.
Wir werden das beobachten und zu einem günstiges, vielleicht auch notwendigen Zeitpunkt die überwertigen Aktien kaufen. Bevor die Firmen Gegenmaßnahmen ergreifen und das Geld abschöpfen. Er, Leclerc, rechne mit dreihundert Prozent Gewinn für jeden. Bevor wir an die Arbeit gehen, lassen wir es uns gut gehen. Die ganze Gesellschaft räumt den Kühlschrank leer und labt sich an diversen Speisen.
Um ein Uhr nachts werden im Keller Vorbereitungen getroffen. Die Riesenschlagbohrmaschine liegt auf dem Boden bereit. Herr Iwanow grinst und holt noch zwei große Schlaghämmer und die Meisel dazu aus dem Koffer. Um zwei Uhr geht es los, Iwanow setzt die Bohrmaschine an. Zu seinem Erstaunen hat man die Kellerwand so gelassen, wie sie war. Kein Beton. Man kann die Bausteine aus Ton einzeln herausnehmen. Doch dann. Stahl. Eine Stahlplattebestimmt sieben Zentimeter dick. Leclerc schwitzt. Wäre zu schön gewesen. Steinbohrer raus, Stahlbohrer rein. Nun musste jeder ran, um zu bohren. Fast zweieinhalb Stunden brauchen sie, um ein Loch aus der Stahlplatte zu bohren. Mittlerweile war auch ihr „Banker“ eingetroffen. Die Wand ist durch. Sofort gehen der „Banker“ und er in die EDV. Die anderen folgen hinterher und werden gleich wieder in den Flur verwiesen. Dies wollen sie natürlich nicht. Sie wollen dabei sein, wie ihr Geld angelegt wird. Doch Leclerc einigt sich mit jeden, dass immer, wenn von einem Konto transferiert wird, der jeweilige Eigentümer des Konto hereingerufen wird. Der frühere Bankangestellte hat kein Problem mit Passwörtern oder anderen Sicherheitsvorgängen. „Mit wem fange ich an,“,fragt er nach hinten gewandt. Da checkt er, dass nur Leclerc im Raum ist. Der sagt::“ nur zu.“
Der arbeitslose Angestellte wollte gerade die „ENTER“ - Taste drücken. Da wird die Tür aufgerammt. Schwerbewaffnete Polizisten, die die im Flur wartenden Personen festgenommen haben, kommen herein, ziehen den Computermenschen vom Stuhl und befördern ihn draußen. Auch für Leclec ist der Traum von des Seychellen vorbei. Er wird aus der Bank geführt. Draußen steht ein Auto. Ein deutsches Fabrikat. Herr Leclerc erkennt die Insassen alle.............