Die alte Tüte lässt er im Koffer liegen. Das zweite Paket im Koffer lässt er
zurück. Er denkt sich, dass er sowieso untertaucht. Er wird nicht mehr zu
finden sein. Dann stellt er den Koffer mit der Ware einfach unter einer
Heiligenfigur. Während seines Aufenthaltes in der Basilika war er nicht
untätig. Er hat einem Weg nach draußen gesucht und auch gefunden. In der
Sakristei, versteckt hinter einem schweren Teppich, ist ein Ausstieg. Diese
Tür führt nicht nach draußen, sondern durch einen Gang, der in Richtung
Kremlmauer führt. Nur aus Vorsicht hat Fiedler diesen Weg nicht schon gleich
genommen. Außerdem sind am späten Nachmittag mehr Leute auf der Straße,
sodass eventuelle Verfolger es schwer haben, ihn zu finden. Er nimmt den
Plastiksack, geht in die Sakristei und schiebt den Vorhang beiseite. Bevor
er die Tür hinter sich zu macht und die Treppe hinuntergeht, ordnet er den
Vorhang. Da es dunkel ist, tastet er sich die Wand entlang voran. Eine Tür
aus Holz hindert ihn, weiterzugehen. Den Türgriff hat er gleich gefunden.
Vorsichtig drückt er den Griff nach unten und will die Tür aufmachen. Sie
ist verschlossen. Mit voller Kraft stemmt er sich den Griff nach unten
haltend, gegen die Tür. Was nun? Da fällt ihm ein, dass er eine Schusswaffe
dabeihat. Die Idee, die Tür mit der Pistole aufzuschießen, wäre ein Ausweg.
Bedenken, dass jemand die Schüsse hören könnte, wischt er beiseite. Er lotet
die Zielrichtung aus und schießt zweimal. Die Tür springt nach innen auf.
Fiedler wirft sich auf den Boden und horcht. Er kriecht nach vorne. Eine
Gasse von fünf Metern trennt die Kremlmauer von einem Gebäude. Er steht auf.
Lehnt die Türe an und geht auf ein in etwa zweihundert Meter entferntes Tor
zu. Vorsichtig um sich schauend, geht er durch das Tor. Auf dem Platz vor
dem Kreml ist ein reger Betrieb. Leute, die von der Arbeit heimgehen und
solche in Festtagskleidung, die in die Erstvorstellungen der vielen Moskauer
Theater und Kinos gehen wollen. Er verweilt ein wenig und will gerade den
Kreml verlassen, als er etwa einhundertfünfzig Meter weiter schräg gegenüber
einen schwarzen Lada entdeckt. Ist das die Organisation? Die
Wahrscheinlichkeit, dass der entdeckt worden ist, ist gering. Zu viele
Fußgänger sind unterwegs. Geduldig wartet er, bis eine größere Gruppe von
Menschen, wahrscheinlich Touristen, am Tor vorbeigehen. Er schließt sich an
und reiht sich in die Gruppe ein. Hundert Meter weiter nimmt die Reisegruppe
einen anderen Weg als den, den er gehen muss, um in seine Pension zu
gelangen. Er will gerade in eine Gasse einschwenken, als er hinter sich
Motorengeräusch hört. Als er sich umsieht, erkennt den schwarzen Lada. Er
rennt in eine der vielen Großbaustellen, die es in Moskau seit Abschaffung
des Kommunismus gibt. Westliche Großbanken, Industriekonzerne und neue
Verwaltungsgebäude entstehen. Vor einem halb fertigen Rohbau versteckt er
sich hinter einem Baukran und wartet. Da kommen sie, zwei Mann. Fiedler holt
die Pistole hervor. Er ist nicht bereit, davon zu laufen. Schießen kann er.
Die beiden Verfolger nähern sich auf sichtfreiem Feld. Da die Baustelle hell
beleuchtet ist, bietet sich eine gute Gelegenheit zum Schluss. Bis auf
fünfzig Meter sind die beiden Männer nun herangekommen. Er hebt die Pistole,
zielt und schießt. Einer der Verfolger fällt, der andere wirft sich auf den
Boden. Warten. Da sein Standort nun bekannt ist, kriecht Fiedler zehn Meter
weiter und nimmt hinter einer leeren Benzintonne Deckung. Zwei Schüsse. Der
Einschlag dort, wo er gelegen war. Jetzt sieht er die Person, die ihn sucht.
Er schießt wiederum. Ein Schrei. Vorsichtig schleicht er die Plastiktüte
lässt er liegen, auf den Baukran zu. Nichts rührt sich. Er wartet eine
Viertelstunde. Geschafft denkt er. Die Pistole vorsichtig haltend erhebt er
sich. Da eine Bewegung vor ihm. Er schießt und wirft sich zur Seite. Ruhe.
Er stellt fest, dass die beiden Männer tot sind. Die Pistole wirft er in
eine Betonmischmaschine, die in der Nähe steht.
Wir werden das
beobachten und zu einem günstiges, vielleicht auch notwendigen Zeitpunkt die
überwertigen Aktien kaufen. Bevor die Firmen Gegenmaßnahmen ergreifen und
das Geld abschöpfen. Er, Leclerc, rechne mit dreihundert Prozent Gewinn für
jeden. Bevor wir an die Arbeit gehen, lassen wir es uns gut gehen. Die ganze
Gesellschaft räumt den Kühlschrank leer und labt sich an diversen Speisen.
Um ein Uhr
nachts werden im Keller Vorbereitungen getroffen. Die
Riesenschlagbohrmaschine liegt auf dem Boden bereit. Herr Iwanow grinst und
holt noch zwei große Schlaghämmer und die Meisel dazu aus dem Koffer. Um
zwei Uhr geht es los, Iwanow setzt die Bohrmaschine an. Zu seinem Erstaunen
hat man die Kellerwand so gelassen, wie sie war. Kein Beton. Man kann die
Bausteine aus Ton einzeln herausnehmen. Doch dann. Stahl. Eine
Stahlplattebestimmt sieben Zentimeter dick. Leclerc schwitzt. Wäre zu schön
gewesen. Steinbohrer raus, Stahlbohrer rein. Nun musste jeder ran, um zu
bohren. Fast zweieinhalb Stunden brauchen sie, um ein Loch aus der
Stahlplatte zu bohren. Mittlerweile war auch ihr „Banker“ eingetroffen. Die
Wand ist durch. Sofort gehen der „Banker“ und er in die EDV. Die anderen
folgen hinterher und werden gleich wieder in den Flur verwiesen. Dies wollen
sie natürlich nicht. Sie wollen dabei sein, wie ihr Geld angelegt wird. Doch
Leclerc einigt sich mit jeden, dass immer, wenn von einem Konto transferiert
wird, der jeweilige Eigentümer des Konto hereingerufen wird. Der frühere
Bankangestellte hat kein Problem mit Passwörtern oder anderen
Sicherheitsvorgängen. „Mit wem fange ich an,“,fragt er nach hinten gewandt.
Da checkt er, dass nur Leclerc im Raum ist. Der sagt::“ nur zu.“
Der arbeitslose
Angestellte wollte gerade die „ENTER“ - Taste drücken. Da wird die Tür
aufgerammt. Schwerbewaffnete Polizisten, die die im Flur wartenden Personen
festgenommen haben, kommen herein, ziehen den Computermenschen vom Stuhl und
befördern ihn draußen. Auch für Leclec ist der Traum von des Seychellen
vorbei. Er wird aus der Bank geführt. Draußen steht ein Auto. Ein deutsches
Fabrikat. Herr Leclerc erkennt die Insassen alle.............